Rechner im Browser
Baumhöhe messen und berechnen
Miss eine Entfernung und einen Winkel oder nimm einfach einen Stock. Der Rechner zeigt dir die Formel mit deinen Zahlen.

Kurz gesagt
Um die Baumhöhe zu messen, stellst du dich in ebenem Gelände etwa so weit vom Stamm weg, wie der Baum hoch ist, misst die waagrechte Entfernung und liest mit einer Neigungsmesser-App den Winkel zur Spitze ab. Höhe = Entfernung × tan(Winkel) + Augenhöhe. Bei 20 m, 40° und 1,6 m Augenhöhe sind das 20 × 0,839 + 1,6, also etwa 18,5 m.
- Vier Methoden im Rechner: Neigungsmesser im ebenen Gelände, 45°-Stock (Försterdreieck), Stock-Verhältnis und zwei Winkel für Hanglagen.
- Alle Methoden setzen voraus, dass die Spitze senkrecht über dem Stammfuß steht; ein schiefer Baum verfälscht das Ergebnis.
- Selbst gute Laser-Höhenmesser liegen 0,5 bis 1 m daneben. Der Rechner rundet deshalb auf einen halben Meter.
Baumhöhe-Rechner
Wähle eine Methode, nimm die Messwerte, und der Rechner übernimmt die Trigonometrie. Alle vier Methoden stammen aus forstlichen Messanleitungen; eine Neigungsmesser-App auf dem Handy liefert das beste Ergebnis.
Geschätzte Höhe
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Du weißt nicht, welche Art es ist? Tree Identifier erkennt sie anhand eines Fotos.
Annahmen und Quellen
- Alle Methoden hier setzen voraus, dass die Baumspitze senkrecht über dem Stammfuß steht. Bei einem schiefen Baum oder einer seitlich versetzten Krone miss die Entfernung bis zu der Stelle am Boden direkt unter der Spitze. American Forests, Champion Trees Measuring Guidelines
- Entfernungen werden waagrecht auf Augenhöhe gemessen. Am Hang erspart dir die Zwei-Winkel-Methode, deine Augenhöhe am Stamm zu finden. American Forests, Champion Trees Measuring Guidelines
- Winkel unter Augenhöhe zählen negativ: Der Teil des Baums unter deinen Augen wird addiert, und am Hang, wenn der Stammfuß über deinen Augen liegt, abgezogen. American Forests, Champion Trees Measuring Guidelines
- Ein Neigungsmesser mit Prozentskala zeigt den Tangens × 100: 70 % heißt tan = 0,70. Im ebenen Gelände addierst du den Wert zur Spitze und den Wert zum Stammfuß ohne Minuszeichen. Virginia Cooperative Extension 2812-1028
- Beim 45°-Stock muss die Hand auf Augenhöhe bleiben, während du den Stock aufrichtest, sonst stimmt der 45°-Winkel nicht mehr. American Forests, Champion Trees Measuring Guidelines
- Beim Stock-Verhältnis führen ein leicht schräg gehaltenes Lineal oder eine Spitze, die nicht über dem Stammfuß steht, zu einer falschen Höhe. Eine zweite Person hilft, das Lineal senkrecht zu halten. American Forests, Champion Trees Measuring Guidelines
- Fehler sind bei diesen klassischen Methoden häufig: Gute Laser-Höhenmesser erreichen 0,5 bis 1 m (1,5 bis 3 Fuß). Neigungsmesser-Apps lesen Winkel auf 0,1° genau. Das Ergebnis hier ist auf einen halben Meter oder einen Fuß gerundet. American Forests, Champion Trees Measuring Guidelines
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Eine Baumhöhe ist Geometrie: ein rechtwinkliges Dreieck aus Stamm, Boden und deiner Blicklinie. Du misst, was du erreichst, also die Entfernung am Boden und einen Winkel, und der Rechner oben ermittelt die Seite, an die du nicht herankommst. Die Methoden im Rechner folgen den Messregeln von American Forests; dieselben Prinzipien beschreibt die Bayerische Waldbauernschule für die Arbeit im Wald.
Baumhöhe mit dem Handy messen: Neigungsmesser im ebenen Gelände
Ein Neigungsmesser zeigt den Winkel zwischen der Waagrechten und deiner Blicklinie. Das kann ein Forst-Höhenmesser sein oder eine Neigungsmesser-App auf dem Handy; solche Apps lesen Winkel meist auf 0,1° genau ab.
- Spitze suchen. Geh einmal um den Baum und such den höchsten Zweig. Bei einer breiten Krone liegt er oft nicht senkrecht über dem Stamm.
- Abstand nehmen, bis du die Spitze klar siehst, möglichst ungefähr so weit, wie der Baum hoch ist.
- Waagrechte Entfernung messen von deinem Standpunkt bis zum Stamm, am besten mit dem Maßband.
- Winkel ablesen von deinem Auge zum höchsten Zweig.
- Augenhöhe messen, vom Boden bis zu deinen Augen.
Im Rechner wählst du „Neigungsmesser, ebenes Gelände“. Er rechnet: Höhe = Entfernung × tan(Winkel zur Spitze) + Augenhöhe. Beispiel: 20 m Entfernung, 40° und 1,6 m Augenhöhe ergeben 20 × 0,839 + 1,6 = 18,4 m, angezeigt als „Etwa 18,5 m“.
Zeigt dein Neigungsmesser Prozent statt Grad, stell die Skala im Rechner auf „Prozent (%)“. Ein Prozentwert ist der Tangens mal 100: 70 % heißt tan = 0,70.
Ohne Messgerät: 45°-Stock und Försterdreieck
Der 45°-Stock. Nimm einen geraden Stock, so lang wie der Abstand von deinem Auge bis zur Hand bei ausgestrecktem Arm. Halte ihn waagrecht, ein Ende an der Wange unter dem Auge, und dreh ihn dann senkrecht, ohne die Hand zu bewegen. Jetzt zeigt er im 45°-Winkel nach oben. Geh vor oder zurück, bis deine Blicklinie über die Stockspitze genau die Baumspitze trifft. Dann gilt: Höhe = Entfernung zum Stamm + Augenhöhe. Bei 18 m Entfernung und 1,6 m Augenhöhe zeigt der Rechner etwa 19,5 m.
Das Försterdreieck arbeitet nach demselben Prinzip. Die Waldbauernschule erklärt es mit dem zweiten Strahlensatz: Du brauchst ein gleichschenklig-rechtwinkliges Dreieck, zum Beispiel ein Geodreieck, hältst eine kurze Seite waagrecht ans Auge und visierst über die lange Seite. Trifft die Visierlinie die Baumspitze, ist der Abstand zum Baum gleich seiner Höhe ab Augenhöhe; die Augenhöhe zählst du dazu. Damit das Dreieck waagrecht bleibt, empfiehlt die Waldbauernschule eine Libelle oder ein Lot. Pass auf deine Augen auf, wenn du ein spitzes Geodreieck ans Gesicht hältst.
Auch das Schulmaterial des Kantons Solothurn nutzt das Geodreieck: Dort werden die Schritte bis zum Baum gezählt (ein Schritt etwa ein Meter) und die Körpergröße dazugerechnet. Mit der Augenhöhe statt der Körpergröße wird das Ergebnis etwas genauer.
Das Stock-Verhältnis. Halte ein Lineal oder einen Zollstock senkrecht mit ausgestrecktem Arm und geh so weit, dass das Stück über deiner Hand den Baum genau abdeckt: Oberkante der Hand am Stammfuß, Linealspitze an der Baumspitze. Dann ist die Höhe = A × b ÷ a. Dabei ist A die Entfernung vom Auge zum Stammfuß, b das sichtbare Stück Lineal über der Hand und a der Abstand vom Auge zur Hand, a und b in derselben Einheit. Beispiel: A = 36 m, b = 15 cm, a = 60 cm ergibt 36 × 15 ÷ 60 = 9 m.
Eine Variante ohne Rechnung beschreibt Sachsenforst: Ein Stab mit einer Markierung bei einem Zehntel seiner Länge wird so vor das Auge gehalten, dass er den Baum deckt; die Höhe der Markierung am Stamm, mal 10 genommen, ist die Baumhöhe. Diese Methode ist nicht im Rechner, weil du dort nur eine Länge am Stamm misst.
Baumhöhe am Hang: zwei Winkel
Am Hang liegt der Stammfuß nicht auf Höhe deiner Füße, und die Augenhöhe hilft nicht mehr. Miss deshalb zwei Winkel: einen zur Spitze, einen zum Stammfuß. Winkel unter Augenhöhe zählen negativ. Die Formel im Rechner lautet: Höhe = Entfernung × (tan(Winkel zur Spitze) − tan(Winkel zum Stammfuß)). Statt ein Minuszeichen zu tippen, wählst du im Rechner aus, ob du zum Stammfuß nach unten oder nach oben geschaut hast.
Das Beispiel der Waldbauernschule: 20 m Entfernung, 45° zur Spitze und −3° zum Stammfuß. Das ergibt 20 × (1 + 0,05), also rund 21 m. Wichtig ist die waagrechte Entfernung, nicht die Strecke entlang des Hangs; am Hang spannt eine zweite Person das Maßband waagrecht auf Augenhöhe.
Fehler, die das Ergebnis verfälschen
- Die Spitze steht nicht über dem Stammfuß. Das ist bei allen Methoden der häufigste Fehler. Bei einem schiefen Baum oder einer seitlich versetzten Krone miss bis zu der Stelle am Boden direkt unter der Spitze.
- Schräg gemessene Entfernung. Schritte bergauf oder bergab überschätzen die waagrechte Entfernung.
- Zu nah am Baum. Bei steilen Winkeln verändert ein Grad Ablesefehler das Ergebnis viel stärker als bei 45°.
- Gekippter Stock. Beim 45°-Stock und beim Stock-Verhältnis muss die Hand auf Augenhöhe bleiben und der Stock senkrecht stehen. Miss zwei- oder dreimal und nimm den mittleren Wert.
- Zu viel Genauigkeit erwarten. Nach dem Handbuch von American Forests messen erfahrene Leute mit guten Laser-Geräten auf 1,5 bis 3 Fuß genau, also etwa 0,5 bis 1 m. Der Rechner rundet auf einen halben Meter und schreibt „etwa“.
Baum fällen: die Höhe ist nur der Anfang
Wer „Baum fällen Höhe bestimmen“ sucht, sollte zwei Dinge wissen. Erstens: Die Baumhöhe bestimmt den Gefahrenbereich. Die Waldbauernschule und Sachsenforst nennen als Sicherheitsabstand bei Fällarbeiten die doppelte Baumlänge. Zweitens: Einen Baum zu fällen ist Arbeit für Fachleute. Der Forstbezirk Plauen schreibt in seinem Infoblatt für Waldbesitzer, dass Arbeiten mit der Motorsäge zu den gefährlichen Forstarbeiten gehören und Fachkunde verlangen, die man in einem Lehrgang erwirbt. Ein Baum im Garten, nah am Haus oder an einer Leitung gehört in die Hände einer Baumpflege- oder Forstfirma. Dieser Rechner liefert eine Schätzung, keine Grundlage für eine Fällung.
Wozu die Baumhöhe nützt
Im Wald dient die Höhe zur Berechnung des Holzvolumens, und zusammen mit dem Alter sagt sie etwas über die Wüchsigkeit eines Baums (Waldbauernschule). Für dich ist sie ein guter Messwert, um einen Baum über die Jahre zu beobachten, oder ein Anlass, mit dem Baumalter-Rechner auch sein Alter zu schätzen.
Was zu erwarten ist, hängt von der Art ab. Wenn du nicht weißt, welchen Baum du misst, nennt dir Tree Identifier aus einem Foto den Namen, den wissenschaftlichen Namen und die typische Höhe der Art. Wie du die Art selbst bestimmst, steht im Ratgeber Baum bestimmen.
Häufige Fragen
Kann ich die Baumhöhe mit dem Handy messen?
Ja. Eine Neigungsmesser-App nutzt die Lagesensoren des Handys und zeigt den Winkel zur Baumspitze, oft auf 0,1° genau. Miss dazu die waagrechte Entfernung zum Stamm mit einem Maßband oder in Schritten, gib beides in den Rechner ein und ergänze deine Augenhöhe.
Wie messe ich die Baumhöhe ohne Hilfsmittel?
Mit dem 45°-Stock, also dem Prinzip des Försterdreiecks. Halte einen Stock, so lang wie der Abstand von Auge zu Hand, waagrecht an die Wange, richte ihn senkrecht auf und geh, bis deine Blicklinie über die Stockspitze die Baumspitze trifft. Höhe = Entfernung zum Stamm + Augenhöhe.
Wie funktioniert das Försterdreieck?
Es ist ein gleichschenklig-rechtwinkliges Dreieck, zum Beispiel ein Geodreieck. Du visierst über die lange Seite die Baumspitze an und gehst vor oder zurück, bis sie genau auf der Linie liegt. Dann ist die Entfernung zum Baum gleich seiner Höhe ab Augenhöhe; die Augenhöhe zählst du dazu.
Wie messe ich einen Baum am Hang?
Nimm die Methode mit zwei Winkeln: einen Winkel zur Spitze und einen zum Stammfuß. Winkel unter Augenhöhe zählen negativ. Die Höhe ist die waagrechte Entfernung mal die Differenz der beiden Tangens-Werte; deine Augenhöhe fällt dabei heraus.
Wie weit muss ich vom Baum weg stehen?
Ungefähr so weit, wie der Baum hoch ist, an einer Stelle, von der du die Spitze klar siehst. Stehst du zu nah, wird der Winkel steil, und schon ein Grad Ablesefehler verändert das Ergebnis stark.
Quellen
- Hochrechnen, vergleichen, messen (BLW 8, 26. 2. 2021, S. 29) — Bayerische Waldbauernschule (Kai Sühlfleisch)
- Wie hoch ist mein Baum? Einfache Höhenmesser selber konstruieren — Staatsbetrieb Sachsenforst
- Arbeiten mit der Motorsäge: Informationen des Forstbezirks Plauen für private Waldbesitzer (Stand 3/2023) — Staatsbetrieb Sachsenforst, Forstbezirk Plauen
- Baum genau erfassen … mit Messband, Kreide und Geodreieck — Kanton Solothurn, Amt für Umwelt (Umweltdetektive)
- Champion Trees Measuring Guidelines Handbook — American Forests